Schwerpunkte

Erfahren Sie mehr über die Schulter.

Erfahren Sie mehr über den Ellenbogen.

Erfahren Sie mehr über die Wirbeläule.

Erfahren Sie mehr über das Hüftgelenk.

Erfahren Sie mehr über den Fuß.

Erfahren Sie mehr über das Kniegelenk.

Erfahren Sie mehr über das Sprunggelenk.

Schulter

Das Schultergelenk besteht aus dem Oberarmknochen (Humerus), dem Schulterblatt (Scapula) und dem Schlüsselbein (Clavicula). Funktionell handelt sich um ein Kugelgelenk.
Es ist das beweglichste Gelenk des Menschen, daher aber auch anfällig für Verletzungen.

Typische Erkrankungen, die das Schultergelenk betreffen können, sind

  • Tendinitis: Entzündung der Sehnen, die im Bereich der Schulter ansetzen, z.B. die Supraspinatussehne, die Subscapularissehne oder die lange Bicepssehne.
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis): Entzündung der Schleimbeutel, die das Gelenk umgeben und Schmerzen und Schwellungen verursachen können.
  • Rotatorenmanschettenriss: Riss der Muskulatur und der Sehnen, die die Schulter stabilisieren.
  • Arthritis: Gelenkentzündung, die zu Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen führt.
  • Schulterluxation: Verschiebung des Oberarmknochens aus der Gelenkpfanne.
    ( Schulter „ausgekugelt“).
  • Schulterimpingement: Einengung der Sehnen und des Schleimbeutels unter dem Schulterdach.
  • Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis): Schmerzen und Steifheit in der Schulter aufgrund von Verklebungen und Entzündungen der Schulterkapsel.
  • Traumatische Verletzungen: z.B. Oberarmkopfbruch, Schlüsselbeinbruch.
  • Verschleiß des Gelenkknorpels: Omarthrose.

Ellenbogengelenk

Das Ellenbogengelenk besteht aus drei Knochen: dem Oberarmknochen (Humerus), der Elle (Ulna) und der Speiche (Radius). Funktionell handelt es sich um drei Teilgelenke, die von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umgeben werden. Der Unterarm kann im Ellenbogengelenk gegenüber dem Oberarm gebeugt werden. Darüber hinaus ermöglicht das Ellenbogengelenk in gebeugter Position Drehbewegungen im Unterarm.

Typische Erkrankungen im Bereich des Ellenbogengelenkes sind

  • Tennisellenbogen (Epicondylitis): eine Entzündung der Sehnen, die an der Außenseite des Ellenbogens ansetzen.
  • Golferellenbogen (Mediale Epicondylitis): eine Entzündung der Sehnen, die an der Innenseite des Ellenbogens ansetzen.
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis): Schmerzen und Schwellungen im Bereich des Ellenbogens aufgrund einer Entzündung der Bursa (einer Flüssigkeitsansammlung).
  • Arthritis: Gelenkentzündung, die zu Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen führt.
  • Arthrose: Schmerzen und Bewegungseinschränkung auf Grund von zunehmendem Knorpelverschleiß.
  • Traumatische Verletzungen: z.B. Ellenbogenfraktur oder Radiusköpfchenfraktur.

Wirbelsäule

Die Wirbelsäule des Menschen besteht aus 24 freien Wirbelkörpern, die sich in 3 Abschnitte unterteilt lassen: sieben Halswirbel (C1-C7), zwölf Brustwirbel (Th1-Th12) und fünf Lendenwirbel (L1-L5). Zudem sind 8 – 10 Wirbel zu Kreuz- und Steißbein verschmolzen. Jeder Wirbel besteht aus einem Wirbelkörper und einem Wirbelbogen, der den Wirbelkanal bildet, in dem sich das Rückenmark befindet. Zwischen den Wirbeln befinden sich Bandscheiben, die als Stoßdämpfer fungieren und die Beweglichkeit der Wirbelsäule ermöglichen.

Typische Erkrankungen der Wirbelsäule sind

  • Osteochondrose: Abnutzung der Bandscheiben und der angrenzenden Knochen, die zu Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit führen kann.
  • Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) oder -vorfall (Prolaps): Ausstülpung der Bandscheibe, die auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln drücken kann und Schmerzen, Taubheit und Lähmungen verursachen kann.
  • Skoliose: Verkrümmung der Wirbelsäule in der Frontalebene, die zu einer asymmetrischen Haltung führen kann.
  • Spinalkanalstenose: Verengung des Wirbelkanals, die zu Schmerzen, Taubheit und schlimmstenfalls zu Lähmungen führen kann. Typische Merkmale dieses Krankheitsbildes sind eine verminderte Gehstrecke („Schaufensterkrankheit“).
  • Hexenschuss (Lumbago): Akut auftretende Rückenschmerzen, durch eine starke Muskelverhärtung, häufig infolge einer ruckartigen oder ungeschickten Bewegung. Ist gleichzeitig der Ischias Nerv gereizt, spricht man von einer Lumboischialgie.
  • Wirbelfrakturen: Bruch eines oder mehrerer Wirbel, die durch Unfälle, Osteoporose oder Tumoren verursacht werden können.
  • Knorpelverschleiß der kleinen Wirbelgelenke: Facettengelenksarthrose.

Hüftgelenk

Das Hüftgelenk besteht aus dem Hüftkopf  ( Teil des Oberschenkelknochens – Femur) und der Hüftpfanne. Nach dem Kniegelenk ist es das zweitgrößte Gelenk des Menschen. Funktionell handelt es sich um ein Kugelgelenk und ermöglicht eine Beugung/Streckung, Innen- und Außenrotation sowie Abduktion und Adduktion.

Typische Erkrankungen des Hüftgelenkes sind

  • Arthritis: Gelenkentzündung, die zu Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen führt.
  • Coxarthrose: Abnutzung der Gelenkflächen des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Im Anfangsstadium kommt es häufig zu einem sogenannten „Anlaufschmerz“. Hierbei sind die ersten Schritte nach einer längeren Pause oft schmerzhaft und hinkend. Im weiteren Verlauf bessert sich jedoch das Gangbild infolge einer Verteilung der Gelenkflüssigkeit und Lockerung der Muskulatur. Patientin mit einer fortgeschrittenen Hüftgelenksarthrose klagen häufig über zunehmende Schwierigkeiten beim Anziehen der Socken. Zudem werden oft bis in die Kniegelenke ausstrahlende Schmerzen angegeben.
  • Hüftdysplasie: Anomalie bei der Entwicklung des Hüftgelenks mit einer unzureichenden Überdachung des Hüftkopfes. Dies kann zu einer frühzeitigen Hüftarthrose führen.
  • Hüftfrakturen: Bruch des Oberschenkelknochens im Bereich des Hüftgelenks, die durch Unfälle, Osteoporose oder Tumoren verursacht werden können. Ein typischer Bruch bei Stürzen im Alter und osteoporotischer Knochensubstanz ist der Oberschenkelhalsbruch.
  • Trochanterische Schmerzsyndrom: Schmerzen im Bereich der Hüfte, die durch eine Entzündung der Muskeln und Sehnen in der Nähe des Hüftgelenks verursacht werden können. Ist der naheliegende Schleimbeutel beteiligt, spricht man von einer Bursitis Trochanterika.

Kniegelenk

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des Körpers. Funktionell ist es ein sogenanntes Drehscharniergelenk und ermöglicht eine Beugung und Streckung, sowie eine Rotationsbewegung in Beugestellung. Beim geradeaus laufen muss es etwa das Dreifache des Körpergewichtes abfedern, beim Hinaufsteigen einer Treppe erhöht sich der Wert auf das Fünffache. Das heißt, die Belastung des Gelenks erhöht sich bei einem 80 Kilogramm schweren Menschen auf 400 Kilogramm.  Um dieser Belastung standhalten zu können , sind die Gelenkflächen zusätzlich durch zwei halbmondförmige Knorpelspangen geschützt: den Menisken. Die sogenannten Kreuzbänder stabilisieren das Kniegelenk nach vorne und hinten. Die Seitenbänder nach innen und außen.

Typische Verletzungen des Kniegelenkes sind

  • Verstauchungen: Zerrung oder Überdehnung der Bänder, die das Kniegelenk stabilisieren. Betroffen sein können das vordere und hintere Kreuzband sowie Innen- und Außenband.
  • Meniskusverletzungen: Riss oder Beschädigung der Menisken, die die Gelenkflächen des Kniegelenks abdecken und die Beweglichkeit dämpfen. Degenerative Risse lassen sich häufig konservativ, also ohne Operation therapieren. Komplizierte Meniskusrisse, insbesondere infolge eines Traumas, bedürfen häufig einer Operation. Diese erfolgt in der Regel minimalinvasiv durch eine Arthroskopie.
  • Kreuzbandverletzungen: Riss oder Beschädigung des vorderen oder hinteren Kreuzbandes, häufig verursacht durch ein hochrasantes Drehtrauma des Kniegelenkes z.B. bei einem Sturz auf der Skipiste oder beim Fußball.
  • Patellafrakturen: Bruch der Kniescheibe verursacht durch einen direkten Sturz auf die Kniescheibe.
  • Arthritis: Gelenkentzündung, die zu Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen führt.
  • Patellaspitzensyndrom: Schmerzen und Beschwerden im Bereich der Kniescheibe, die durch Überlastung oder Fehlstellung verursacht werden können.
  • Gonarthrose: Abnutzung oder Schädigung des Kniegelenkknorpels.

Sprunggelenk

Das Sprunggelenk lässt sich in oberes und unteres Sprunggelenk aufteilen.  Das obere Sprunggelenk besteht aus dem Schienbein, dem Wadenbein und dem Sprungbein. Es ermöglicht die typische Abrollbewegung des Fußes. Das untere Sprunggelenk verläuft zwischen dem Sprungbein, dem Fersenbein und dem Kahnbein (Knochen der Fußwurzel). Das untere Sprunggelenk ermöglicht Innen- und Außenkippbewegungen des Fußes (Inversion/Eversion).
Es befinden sich eine Reihe von Bändern im Bereich des Sprunggelenkes welche für eine ausreichende Stabilität essentiell sind. Am Innenknöchel erstreckt sich das breit angelegte Deltaband. Den Außenknöchel stabilisieren drei Einzelbänder.  Die Außenbänder sind besonders häufig von Umknickverletzungen (Distorsionen) betroffen; man spricht in diesem Fall von einer Außenbandruptur. Die Sprunggelenke sind mit etwa 20 % aller Sportverletzungen sehr häufig betroffen.

Weitere Verletzungen des Sprunggelenkes sind

  • Frakturen: Bruch des Außen- und/oder Innenknöchels durch ein Umknicktrauma.
  • Verletzungen des Syndesmosebandes: Ein kompletter Riss des Syndesmosebandes, welches das Wadenbein mit dem Schienbein verbindet, muss in meisten Fällen operativ behandelt werden.

Fuß

Der menschliche Fuß besteht aus 26 Knochen, 33 Gelenken, und über 100 Bändern, die in Zusammenarbeit die Stabilität und Beweglichkeit ermöglichen. Der Fuß lässt sich in drei Abschnitte einteilen: den Rückfuß, den Mittelfuß und den Vorderfuß. Durch ein gut ausgebildetes Längs- und Quergewölbe ist der Fuß in der Lage die Kräfte, die beim Gehen und Laufen auf ihn einwirken zu dosieren und Stöße zu dämpfen.

Typische Krankheitsbilder des Fußes sind

  • Hallux valgus: Fehlstellung der Großzehe, bei der sich die Zehe nach innen schiebt, der Ballen sich vorwölbt und schmerzhafte Druckstellen entwickeln kann.
  • Plantarfasziitis: Entzündung der Sehenplatte unter dem Fuß, oft ansatznah am Fersenbein. Starke Schmerzen, insbesondere beim Abrollen können die Folge sein.
  • Fersensporn: Wucherung des Fersenbeins, die zu Schmerzen im Bereich der Ferse und zu einer Plantarfasziitis führen können.
  • Hammerzehen/Krallenzehe: Fehlstellungen der Zehen, meist die zweite bis vierte Zehe betreffend, die zu Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit führen können.
  • Morton-Neurom: Schmerzen und Taubheit in den Zehen, die durch eine Entzündung und Knotenbildung eines Nerven zwischen den Zehen verursacht werden kann.
  • Arthrose des Großzehengrundgelenkes: Hallus rigidus.
  • Arthritis: Entzündliche Veränderungen der Gelenke.
  • Diabetische Fußerkrankungen: Schäden an den Füßen, die durch Diabetes verursacht werden können, wie z.B. Neuropathie, Durchblutungsstörungen, Infektionen.